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Die Evolution des Bewußtseins

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Bewusst-sein – aber wo?

In seinem neuen Buch “Wissen der neuen Zeit – Wissenschaft begegnet Spiritualität” setzt sich Holger Berges mit aktuellen Forschungen und Modellen zu den Themen des Bewusstseins, zu alternativen Heilmethoden und ihren Wirkprinzipien, sowie mit Einschätzungen zur angewandten Quantenphysik, zu morphogenetischen Feldern und parapsychologischen Phänomenen auseinander. Wie selbstverständlich verorten die meisten Menschen den Sitz des Bewusstseins im Gehirn. Neue Erkenntnisse und Ideen schaffen aber neue Perspektiven. Hier kommt der einzelnen Zelle eine viel größere Bedeutung zu.

Wo hat das Bewusstsein des Menschen seinen Platz?

Bis vor Kurzem gingen die meisten Wissenschaftler davon aus, dass unser Denken und damit auch unser Bewusstsein im Gehirn sitzt. Das Gehirn hat eine Sonderstellung im Körper. Es verfügt über 10 15 Grossmoleküle, was in etwa der Gesamtanzahl an Ameisen auf der Welt entspricht. Das Gehirn besteht aus 10 Mrd. Hirnzellen, die jeweils bis zu 10.000 Nervenverbindungen haben: eine Gesamtlänge von 5 Millionen Kilometern Nervenleiterbahnen. Das Gehirn macht ca. 2 % unseres Körpergewichtes aus, verbraucht aber rund 20% des gesamt aufgenommenen Sauerstoffs.

Dort wo die Neurone der Nervenzellen im synchronen Gleichtakt in erkennbaren Strukturen verschaltet sind, entstehen die Abbilder subjektiver Wirklichkeit. In EEG-Untersuchungen wurden die höchsten Gleichschwingungen im Gehirn im Stadium höchster Konzentration und in der Meditation gefunden. Musiker haben an der entsprechenden Stelle eine Neuronenzunahme und Synapsenverdickung. So erklärt sich auch die Bedeutung von Spielsituationen und Sport bei Kindern. Die Bewegungsmuster der benutzten neuronalen Bahnen sorgen erst für die neuronale Adaptation im Gehirn – im Gegensatz zu Computerspielen. Hier werden lediglich die Fingerbewegungen neuronal trainiert.

Bis vor einigen Jahrzehnten wurden die Hirnfunktionen und der Sitz des Bewusstseins anhand der Beobachtung von Ausfallerscheinungen bestimmter Hirnteile bewertet. In den letzten Jahren hat man aber dank bildgebender Verfahren neue Erkenntnisse gewinnen können. Experimentelle Kernspin- und Positronenemissionstomografien in der Hirnforschung machen heute sehr genau sichtbar, wo im Gehirn und letztlich auch im gesamten Körper elektromagnetische Flußveränderungen stattfinden. Dies zeigt sich, wenn der Proband Aufgaben löst oder verschiedene Empfindungen zeigt. Wissenschaftler vermuten, das Bewusstsein könnte aus synchroner Verschaltung mehrerer neuronaler Gewebe entstehen, die nicht allein auf das Gehirn beschränkt sein müssen. Erste Hinweise, dass wohlmöglich nicht allein das Gehirn der Sitz des Bewusstseins ist, gab es schon früher.

Das “Bauchgehirn” spielt mit

“Das “Bauchgehirn” ist Teil des über den Nervus Vagus mit dem Gehirn verbundenen parasympathischen Nervensystems (ENS). Es enthält mehr als 100 Millionen Neuronen und ist somit umfangreicher als das Rückenmark. In der Neurobiologie besteht Gewissheit darüber, dass über den Nervus Vagus das Gehirn über die Situation nicht nur im Darm, sondern auch in den anderen Organen und über den Zustand des Immunsystems informiert wird. Das „Bauchgehirn“ regelt die Darmmotorik und die Verdauung. Forscher sehen in Fehlfunktionen des enterischen (Darm-) Nervensystems die Ursache für verbreitete Leiden, wie Reizdarm und Morbus Crohn, also ein Abweichen von dem „guten Gefühl” im Bauch. Das Bauchgehirn scheint auch somatische Marker zu besitzen, die uns für gewisse Dinge ein „Vorgefühl” geben. Es sendet Informationen vom Bauch an das Großhirn und ist somit auch für Stimmungen und Emotionen von Bedeutung.

Die Huna Schamanen, wie von D. Stelzl aufgezeichnet, kennen das Bauchgehirn schon seit Jahrtausenden. Für sie ist das Bauchgehirn der Sitz des Unterbewusstseins oder auch das so genannte emotionale „Innere Kind“.

Naturheilkundliche Ärzte kennen bei der Behandlung von Darmfehlbesiedlungen, so genannten Dysbiosen, schon länger. Schon die alten Chinesen sprachen vor über 2000 Jahren den Organen und ihren zugehörigen Akupunktur-Meridianen emotionale Wirkungen zu. Die Meridiane transportieren demnach Emotionen oder deren Kodierungen, die ihrer Ansicht nach ursprünglich in den Organen entstehen. So erzeugt zum Beispiel das Herz Gefühle wie Liebe und Freude im harmonischen Zustand, aber bei traumatischen Erlebnissen Gefühle wie Verletzung, Trauer, Schmerz und Leid.

Wo sieht die klassische Wissenschaft das Bewusstsein?

Um zu verstehen, wo der Sitz des Bewusstseins sitzen könnte, betrachten wir verschiedene Theorien über die Informationswege des Körpers. Frühere wissenschaftliche Untersuchungen benutzten das Elektroenzephalogramm (EEG).

Ähnlich wie beim EKG werden Elektroden an verschiedenen Positionen des Schädels angelegt und dann die sehr schwachen Stromfrequenzen über den entsprechenden Hirnabschnitten gemessen. Der Theta-Zustand (3-8 Hz, entspricht dabei der tiefen Meditation und soll die grösste Kreativität erzeugen) und der Deltazustand, der unter 3 Hz angesiedelt ist, gilt als der Bereich der tiefsten Heilung, des Tiefschlafs und der maximalen Ausschüttung von Wachstumshormon. Hier kann der Körper am besten regenerieren. Deshalb werden Patienten nach schweren Operationen oder Unfällen oft auch in ein künstliches Koma gesetzt.

Diese niedrig frequenten Rhythmen gelten als der Basisstimulus von Lebensprozessen; Grundschwingungen, auf die sich höhere Schwingungswellen im Rahmen der evolutionären Entwicklung aufmodulieren.

Im EEG sind allerdings nur die niederfrequenten Anteile und davon auch nur die synchronen elektromagnetischen Impulse sichtbar. Der Bereich der Hochfrequenzen ist bisher noch kaum erforscht. Die Frequenz des EEGs entspricht am ehesten der Information, die Höhe der Amplitude der Qualität bzw. der Anzahl der beteiligten Neurone. Letztere werden durch die Aufmerksamkeit, Training oder die Stärke der Emotionalität beeinflusst. Je aufmerksamer wir etwas fokussieren, umso emotionaler oder umso vielfältiger wir etwas mit allen Sinneswahrnehmungen tun, desto mehr Neuronen schwingen synchron zusammen. Es ist bekannt, dass Sportler, ohne einen Muskel zu bewegen, einen Muskelzuwachs von bis zu 20% erzeugen können, wenn sie ihre Übungen in Echtzeit mental trainieren.

Depressive Menschen neigen eher zu asynchronen Wellen. Obwohl sie häufig wiederholende Gedanken- und Emotionskreise haben („Mir geht es schlecht, ich habe Angst oder Depressionen“), sind diese Muster doch nicht gleichschwingend. Synchronizität benötigt wahrscheinlich harmonisch stimulierende Inputs.

Die Tore des Bewusstsein

Nach Penrose könnte der Thalamus mit seinen Verbindungen zur Formatio reticularis der Sitz des Bewusstseins sein. Die Verbindung von Körperinformationen zum limbischen System wird als Tor des Bewusstseins diskutiert. Über das Kapillarsystem und die freien Nervenendigungen werden Informationen über das extrazelluläre Stützgerüst bis in das Zytoskelett der Zell- und Zellkernmatrix weitergeleitet.

Die Natur erzeugt aus simpelsten geometrischen Anordnungen äusserst zug- und druckelastische Formen und Donald Ingber beschrieb, dass die intra- und extrazelluläre Gewebsarchitektur so miteinander verzahnt ist, dass sie knautsch- und stoßelastisch mit Verformung reagieren kann. Druck und Stosswellen werden dabei in piezoelektrische Effekte und elektromagnetische Ionenflüsse umgewandelt. Dieser Mechanismus erklärt, warum manuelle Therapietechniken (z.b. die Osteopathie oder Handauflegen) funktionieren. Denkbar ist auch, dass Gedanken oder Absichten über die elektromagnetischen Impulse des Therapeuten an den Patienten weitergegeben werden.

Das Gehirn ist vornehmlich der Filter der Bewußtmachung. Werden mit Hilfe von Meditation- oder Visualisierungstechniken die Filterkoordinaten unseres Bewusstseins verändert, ist eine direkte Kommunikation auch mit unseren Zellen denkbar. Solche Techniken werden u.a. von Schamanen seit Jahrtausenden angewandt.

Der Biologe Bruce Lipton schreibt in seinem Buch von den “Intelligenten Zellen”, dass wir Menschen  evolutionär aus komplexen Zellen mit eigenem Gedächtnis und Bewusstsein entstanden sind. Funktionieren die Informationsübertragungen von Gehirn zur Zelle in beide Richtungen (so zu sagen „Up-and-Down“-kompatibel) könnte der Mensch als ein holografisch vernetztes Lebenssystem bezeichnet werden.

Diese Modelle werden gestützt von Untersuchungen des Heart Math Instituts. Dort fand man heraus, dass auch Emotionen die Ablesung der DNA beeinflussen. Stress und vor allem Angst, blockierten die DNA-Ablesung und damit die Reparaturprozesse. Sie konnten eigentlich nur über den oben genannten Übertragungsweg bis in die Zelle gelangt sein. Dies wäre der Schlüssel zur Überwindung psychosomatischer Erkrankungen bis auf die Ebene der zellulären Erkrankung hinab.

Im Bewusstsein der Zelle

Fast jede Krankheit beginnt als Erkrankung der Zellen. Stress und schädliche Emotionen wirken auf unsere Gesundheit also schon in den Zellen. Wenn aber unsere Zellen auf Gefühle mit Stress reagieren, könnte postuliert werden, dass Zellen “fühlen”. Da die menschlichen bzw. animalischen Zellen aus der Fusion von Bakterien entstanden, dürfte das dann wahrscheinlich auch für Letztere gelten.

Der amerikanische Biologe und Epigenetiker Bruce Lipton betrachtet in “Gedächtnis in unseren Zellen” menschliche Zellen als kleinste Lebenseinheiten bzw. Lebewesen. Sie verfügen über eine Beweglichkeit, Stoffwechsel, Kommunikation, ein System der Verdauung und Entsorgung sowie eine eigene Fortpflanzung. Ihr Gehirn sitze nicht, wie bisher vermutet, im Zellkern, sondern in der Zellmembran. Er begründet dies damit, dass die Zelle noch bis zu einem halben Jahr weiterleben kann, wenn der Zellkern blockiert wird…

Quelle und weiter: https://www.sein.de/bewusst-sein-aber-wo/

Partnerschaft und Bewusstwerdung

Der wahre Sinn einer Partnerschaft liegt nicht darin, dass du jemand hast, der dich vervollständigt oder gewisse Bedürfnisse befriedigt, denn vollständig bist du bereits und Bedürfnisse musst du dir selbst befriedigen. Besser aber ist, du hast gar keine Bedürfnisse, sondern bloß Tendenzen und Vorlieben – damit lebt es sich bedeutend leichter und freier. Dein Partner ist jedenfalls nicht dein ganz persönlicher Bedürfnisbefriediger, sondern ein Gefährte, den du auf Augenhöhe triffst, um mit ihm gemeinsam in das ewige Mysterium der Liebe vorzudringen. Er ist in der Liebe ebenso blind wie du – bedenke das stets! Er kennt den Weg ebenso wenig wie jeder andere in dieser Welt auch. Es gibt in der Liebe keine Profis, sondern nur ewige Anfänger. Daher mache deinem Partner keine Vorwürfe, wenn er in der Liebe zu dir stolpert – fange ihn lieber auf. Trage ihn da, wo er selbst nicht gehen kann, und lasse dich von ihm tragen, wo du selbst keine Kraft zu gehen hast. Aber verfalle nicht dem Irrtum, dein Partner wäre in dein Leben gekommen, um dich glücklich zu machen oder dir die Last des Daseins abzunehmen.


Sein Erscheinen in deinem Leben hatte einen ganz anderen Grund: Seine Seele ist da, um deine Seele daran zu erinnern, wer ihr wirklich seid – lebendige, atmende, wandelnde Liebe, die durch sich selbst reist, um sich als lebendige, atmende, wandelnde Liebe auf Ebene materieller Erfahrung zu erkennen. Der ganze Sinn eurer Begegnung liegt darin, euch gegenseitig euer wunderschönes Wahres Selbst in Erinnerung zu bringen – reines Bewusstsein, Göttlichkeit auf materieller Ebene. Das ist der höchste Sinn eurer Begegnung.
Die wahre Bedeutung einer jeden Partnerschaft liegt demnach nicht im Glücklichwerden, sondern in Bewusstwerdung. Glück ist dabei bloß ein Nebenprodukt, das aber immer gleich mit demselben Maß an Unglück ins Haus kommt, denn eines bedingt das andere.
Wenn ihr so lieben könnt, dass euch bewusst wird, eure Liebe besteht jenseits von Glück und Unglück, dann seid ihr auf dem besten Wege, in der Liebe keine Blinden mehr zu sein, sondern Sehende zu werden. Und ihr werdet sehen und endlos staunen, denn eure Reise durch das ewige Mysterium der Liebe hat niemals ein Ende – sie erhebt sich fließend von einer Ebene zur nächsthöheren.
Sobald euch also bewusst wird, dass ihr nicht fürs Glücklichsein sondern zur Bewusstwerdung zusammengekommen seid, lösen sich die meisten eurer Konflikte plötzlich in Luft auf, denn in Wirklichkeit waren sie das auch – Blähungen eurer Egos, törichte, unbedeutende Luftblasen im unendlichen Ozean der Liebe. Seid mutig und bereit, wieder und wieder darin zu ertrinken – ihr werdet jedesmal erneuert daraus emportauchen und eine völlig neue Ebene des Daseins erfahren. Seite an Seite, Seele in Seele, als ein Wesen vereint im geklärten Bewusstsein der Liebe. Das ist der wahre Sinn einer jeden Partnerschaft.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

Quelle: andersmensch.wordpress.com