Warum Zeitreisen möglich sind

Hinterher ist man meistens klüger. Und so gibt es kaum jemanden, der sich nicht schon einmal gewünscht hätte, die Zeit zurückzudrehen und den Dingen einen anderen Lauf zu geben. Heinrich Päs, Professor für Theoretische Physik, erklärt im Interview, warum Zeitreisen aus wissenschaftlicher Sicht nicht ausgeschlossen sind und ob wir einsteigen sollten.

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Hinterher ist man meistens klüger. Und so gibt es kaum jemanden, der sich nicht schon einmal gewünscht hätte, die Zeit zurückzudrehen und den Dingen einen anderen Lauf zu geben. Heinrich Päs, Professor für Theoretische Physik, erklärt im Interview, warum Zeitreisen aus wissenschaftlicher Sicht nicht ausgeschlossen sind und ob wir einsteigen sollten.
Prof. Päs, sind Zeitreisen möglich?
Heinrich Päs: Die Physik verbietet sie zumindest nicht. Die meisten Physiker sind da eher skeptisch, aber bislang ist es nicht ausgeschlossen. Die Physik ist ja nie endgültig, sondern man nähert sich immer nur weiter an das an, was man für die richtige Beschreibung der Natur hält.
Was spricht dafür und was dagegen?
Die Idee, dass Zeitreisen möglich sein könnten, ist eng verknüpft mit der Allgemeinen Relativitätstheorie. Diese wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem von Einstein entwickelt. Zuerst die spezielle Relativitätstheorie, die hat schon mit den konventionellen, starren Konzepten von Raum und Zeit gebrochen. Da war Zeit schon etwas, das für verschiedene Beobachter unterschiedlich vergehen kann. Für einen Menschen, der sich schnell bewegt, vergeht die Zeit beispielsweise langsamer als für jemanden, der sich langsam bewegt.
In der Allgemeinen Relativitätstheorie ist das dann noch einen Schritt weiter entwickelt worden und dort wurden Raum und Zeit zu Größen, die man auch krümmen kann. Wir stellen uns Zeit ja sonst als einen geraden Pfeil vor, der von der Vergangenheit in die Zukunft geht. Wenn man die Zeit aber krümmen kann, liegt die Frage nahe, ob man sie so stark krümmen kann, dass dieser Pfeil irgendwann wieder in sich selbst läuft, also eine geschlossene Kurve liefert. Das wäre dann eine Zeitreise.
Was ist überhaupt Zeit aus Sicht eines Physikers?
Das ist eine sehr gute Frage. Auch hier hat die Wissenschaft noch kein abschließendes Bild. In der klassischen Physik sind Raum und Zeit eine Art Koordinatensystem, eine Bühne, auf der sich die Physik abspielt. Und in der klassischen Physik ist das eben einfach ein rechtwinkliges Koordinatensystem mit einer Raum- und einer Zeitachse, und in der Zeitachse geht es immer nur in eine Richtung. In der Relativitätstheorie hat man herausgefunden, dass das nicht so einfach ist, und dass man diese Achsen verbiegen kann.
Sind das rein mathematische Überlegungen oder kann man das in der Praxis nachvollziehen?
Das kann man tatsächlich in der Praxis prüfen. Sie können beispielsweise zwei Uhren vergleichen, von denen Sie eine in einen Hochgeschwindigkeits-Jet legen und die zweite bleibt unbewegt am Boden. Sie werden anschließend wirklich eine Zeitdifferenz zwischen den Uhren feststellen.
Oder eine andere Sache sind zum Beispiel Elementarteilchen, die in der Atmosphäre entstehen, durch das Bombardement der kosmischen Strahlung auf die Atmosphäre. Die sind eigentlich so kurzlebig, dass sie die Erdoberfläche gar nicht erreichen könnten. Aber dadurch, dass sie sich so schnell bewegen, vergeht für sie die Zeit langsamer. Sie leben dadurch länger und erreichen dann doch die Erdoberfläche.
Gelten die Theorien, die Zeitreisen denkbar machen, nur auf der Ebene von Elementarteilchen oder sind auch Zeitreisen von Menschen nicht ausgeschlossen?
Das ist schwierig zu sagen. Ich denke, es wäre schon eine Revolution, wenn man das auch nur auf der Teilchen-Ebene schaffen würde. Ein Problem mit der Zeitreise von makroskopischen Objekten hat zum Beispiel Stephen Hawking angesprochen: Wenn Sie sich in einer solchen geschlossenen Zeitschleife befinden würden, dann könnten Sie in der Zeit reisen und würden sich wiedertreffen. Dann wären Sie zweimal da und dann könnten Sie noch mal in der Zeit reisen und beide Kopien wiedertreffen. Das könnten Sie unendlich oft machen und würden sich quasi verunendlichfachen. Damit würde die Masse unendlich groß werden und diese würde dann die Raum-Zeit-Krümmung, die Sie vorher hergestellt haben, um Ihre Zeitreise zu realisieren, empfindlich stören oder zerstören. Das ist eine These von Hawking, warum Zeitreisen aus physikalischer Sicht möglicherweise verboten sein könnten.
Durch Zeitreisen könnten Sie widersprüchliche Sachen realisieren. Das wird immer mit dem berühmten Großvater-Paradoxon illustriert: Ein Zeitreisender reist in die Vergangenheit, ermordet dort seinen Großvater, dann wird sein Vater oder seine Mutter nicht geboren, dann wird er selbst nicht geboren, dann kann er gar nicht in die Vergangenheit zurückreisen und seinen Großvater umbringen. Da besteht eben ein Widerspruch in der Vorstellung, dass der Zeitreisende die Vergangenheit so ändern könnte, dass es den Voraussetzungen für die eigene Zeitreise widerspricht.
Widerlegt das dann schon die Idee, dass Zeitreisen möglich sein könnten?
Nein, denn es gibt Ideen, wie man das lösen könnte. Eine Möglichkeit ist, dass es eine Konsistenzbedingung gibt. Das heißt, dass der Zeitreisende gar nicht die Willensfreiheit hat, die Vergangenheit so zu ändern, dass er seine eigene Zeitreise verhindert.
Eine andere Möglichkeit existiert im Rahmen der Viele-Welten-Interpretation der Quantenphysik. In der Quantenphysik ist es ja häufig so, dass verschiedene Dinge gleichzeitig existieren können. Ein Teilchen kann sich an verschiedenen Orten gleichzeitig befinden. In dieser Viele-Welten-Interpretation gilt das nicht nur für Teilchen, sondern auch im Großen. Dann spalten sich diese zwei Realitäten in parallele Universen. Die Lösung der Zeitreise wäre dann, dass der Zeitreisende seinen Großvater in einem Parallel-Universum ermordet. Aber in dem Universum, wo er aufgebrochen ist, der Großvater nicht ermordet wird und insofern kein direkter Widerspruch entsteht.
Angenommen, der wissenschaftliche Durchbruch gelingt und jemand baut eine Zeitmaschine: Würden Sie freiwillig reinsteigen?
(Prof. Päs lacht) Das kommt darauf an. Ich glaube, im Moment nicht. Im Moment geht es mir ganz gut im Hier und Jetzt. Aber man würde wahrscheinlich sowieso nicht mit Menschen anfangen, die Zeitmaschine zu testen. Sondern man würde vielleicht erst mal Elementarteilchen in die Vergangenheit schicken, dann vielleicht mal einen Grashüpfer und dann vielleicht eine Maus. Wenn es hinreichend getestet wäre, dann fände ich es grundsätzlich spannend, da vielleicht mal reinzusteigen.
Heinrich Päs ist Professor für Theoretische Physik an der TU Dortmund und hat unter anderem mit seinem Buch “Die perfekte Welle” auch für Laien nachvollziehbar gezeigt, dass die Grenzen von Raum und Zeit nicht so starr sind, wie wir allgemein glauben.

Quellen: PRAVDA TV/PublicDomain/dpa/web.de vom 05. März 2015

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Neue Enthüllung über US-Militärbasis Ramstein setzt Bundesregierung unter Druck

Die US-Armee wickelt praktisch alle tödlichen Drohnenangriffe über ihren deutschen Stützpunkt Ramstein ab. Das belegen jetzt Dokumente in den USA.

Dass der US-Stützpunkt Ramstein bei Kaiserslautern als Drehscheibe für amerikanische Militär-Missionen in aller Welt dient, ist bekannt. Dass ohne Ramstein der völkerrechtlich umstrittene Drohnen-Krieg von Präsident Obama gegen islamistische Terror-Verdächtige technisch unmöglich wäre, ist neu und bringt – falls sich die Vorwürfe bestätigen – die Bundesregierung in Erklärungsnot.

Das US-Investigativ-Journalismus-Büro „The Intercept“, gegründet von Glenn Greenwald, der maßgeblich die NSA-Enthüllungen von Edward Snowden veröffentlichte, berichtet in Zusammenarbeit mit dem „Spiegel“, dass US-Kampfdrohnen über Afghanistan, Jemen oder Pakistan ohne die Satelliten-Relais-Station in Ramstein gar nicht fliegen könnten.

Entscheidung über Leben und Tod

„Von Ramstein aus wird das Signal übermittelt, das den Drohnen befiehlt, was sie tun sollen“, zitiert der Dokumentar-Filmer Jeremy Scahill („Schmutzige Kriege“), Autor des Berichts, einen US-Militärvertreter. Weitere geheime Militär-Unterlagen stützen die Aussage.

Konkret heißt das: Funk-Signale der unbemannten Drohnen vom Typ „Predator“ oder „Reaper“, die über dem Hindukusch, Afrika oder dem Nahen Osten kreisen, werden per Satellit zentral nach Ramstein gesendet. Von dort aus gelangen die Daten über ein Glasfaserkabel, das unter dem Atlantik verläuft, in Beinahe-Echtzeit in die Vereinigten Staaten. Dort, etwa auf der Creech Airforce-Base im Bundesstaat Nevada, sitzen in unterirdischen Leitständen Drohnen-Piloten. Sie entscheiden per Knopfdruck über Leben und Tod. Auf der Grundlage von aus Deutschland gesendeten Daten.

Nur unter dieser engen technischen Präzisierung ist laut „Intercept“ zu verstehen, warum Präsident Obama bei seiner Rede 2013 am Brandenburger Tor betonte, dass Deutschland nicht der „Ausgangspunkt“ („launching point“) amerikanischer Anti-Terror-Einsätze sei. Im Nachklang hatte die Bundesregierung konkretisiert, dass von Deutschland aus keine amerikanischen Drohnen „gesteuert“ oder „befehligt“ werden. Das Gegenteil hatte auch niemand behauptet. Sehr wohl aber, dass in Ramstein der technisch Unterbau installiert ist, ohne den die lautlosen Scharfrichter gar nicht eingesetzt werden können.

Bundesregierung sah bisdato keine „gesicherten Erkenntnisse“

Als mehrere deutsche Medien 2013 und 2014 berichteten, dass in Ramstein Filmaufnahmen von Drohnen-Einsätzen analysiert und nachrichtendienstlich aufbereitet werden, gab sich die Bundesregierung zugeknöpft. Es gebe in Berlin keine „gesicherten Erkenntnisse“ über das, was auf der US-Basis Ramstein im Rahmen des Drohnen-Einsatzes geschieht.

Laut vertraulichen Vermerken der Bundesregierung ist diese Darstellung kaum mehr zu halten, schreibt „Intercept“. Danach haben die USA das Verteidigungsministerium in Berlin bereits im November 2011 im Detail darüber schriftlich in Kenntnis gesetzt, dass in Ramstein das technische Rückgrat für den Drohnenkrieg installiert wird. Sprich: die Relais-Station. Was zu Unruhe führte.

Als unmittelbar vor Obamas Besuch in Berlin Emily Haber, Staatssekretärin im Auswärtigen Amt, von Washington die verbindliche Erklärung verlangen wollte, dass US-Stellen in Deutschland (ergo: Ramstein) sich „nicht an gezielten Tötungseinsätzen“ beteiligen, sei sie zurückgepfiffen worden. Kanzleramt und Verteidigungsministerium hätten entschieden, den großen Druck von Teilen des Parlaments (Linkspartei) und der Öffentlichkeit „auszusitzen“.

Handelte die Regierung fahrlässig?

Für Kanzlerin Merkel ist der Bericht brisant. Im vergangenen Jahr ergab ein Gutachten für den Bundestag, dass Deutschland „völkerrechtswidrige Militäroperationen“, die „durch ausländische Staaten von deutschem Territorium“ aus begangenen werden, nicht hinnehmen dürfe. Andernfalls sei die Bundesregierung womöglich Komplize in einem Verstoß gegen das Völkerrecht – genauer: sie unterstütze damit fahrlässig extra-legale Tötungen, wie sie die weltweit umstrittenen Exekutionen via Drohnen aus Sicht europäischer Rechts-Experten darstellen. Strafrechtlich könnte es sich dabei um Mittäterschaft bei einem Mord oder um Beihilfe handeln.

Angehörige von US-Drohnen-Opfern im Jemen klagen unter diesem Aspekt seit vergangenem Herbst vor dem Verwaltungsgericht Köln. Sie fordern, dass die Bundesregierung den zentralen Datenfluss vor einem US-Drohnen-Einsatz über Ramstein ein für allemal unterbricht.

Quelle: http://www.derwesten.de

von Redaktionsteam Veröffentlicht in Allgemein

Proteste vor Buckingham-Palast – die Nachricht wird unterdrückt

17. April 2015  Es sind nicht gerade Menschenmassen, aber doch eine nicht ganz kleine Gruppe, die da plötzlich vor dem Buckinghampalast auftaucht, Banner entrollt und versucht, über das Gitter zu kommen und den Buckingham-Palast zu „stürmen“. Erstaunlich, wie schnell eine Armada an Gesetzeshütern auftaucht. Und daß diese Nachricht komplett verschwiegen wird. Auch die privaten Videos werden dauernd aus Youtube gelöscht. Eine derart harmlose Aktion von offensichtlich gewaltfreien Demonstranten und einer solchen Menge an Polizisten kann doch eigentlich gar nicht so ein Problem sei. Warum darf das nicht berichtet werden? Warum müssen die Videos auf Youtube gelöscht werden?

Da liegt doch der Gedanke nahe, daß man Angst hat, es könnten ganz schnell noch sehr viel mehr britische Bürger gegen Sparmaßnahmen und Mißstände protestieren wollen. Und Angst vor sowas hat die Obrigkeit immer dann, wenn sie weiß, daß es sehr viele Bürger gibt, die schon lange die Faust in der Tasche machen.
Diese Woche – ebenfalls von den Medien nicht berichtet – tauchten Demonstranten auch vor dem Parlament auf und skandierten „Raus mit den Kinderschändern!“. Die Presse berichtet seit einigen Wochen, daß immer mehr Einzelheiten über den seit Jahrzehnten geradezu institutionalisuerten Kindesmißbrauch in höchsten Politikerkreisen bekannt werden. Warum diese Geschichten, die in großem Ausmaß geschahen und immer vertuscht wurden, jetztin Großbritannien öffentlich gemacht werden, dürfte auch einen interessanten Hintergrund haben.
Die Ausmaße dieser Pädophilenringe und der Verbrechen an kleinen Kindern schlagen Wellen im Vereinten Königreich. Bisher haben alle, vom Parlament, der Presse bis zur Polizei und den Gerichten eisern geschwiegen und vertuscht.
Die Ängstlichkeit, mit der aufkeimender Volkszorn unterdrückt und verschwiegen wird, deutet darauf hin, daß man in den obersten Etagen des British Empire sehr nervös ist.
Quelle: quer-denken.tv

Auf ein Wort

Das Universum ist eine riesige Kopiermaschine unserer Gedanken.

Wollen wir, das sich eine Sache ändert,

müssen wir aufhören die dazugehörigen Gedanken auf den Kopierer zu legen.

– Neal Donald Walsh –

Naomi Klein erklärt, warum der Klimawandel alles ändert

Unglaublich, wie es die kanadische Filmemacherin Naomi Klein schafft, trotz dieser schockierenden Bilder Mut zu machen. Mit ihrem neuen Film zeigt sie, wie viele Menschen rund um den Globus für den Klimaschutz streiten. Wir präsentieren exklusiv Ausschnitte aus ihrer neuen Arbeit – Film ab!

Noch arbeitet die Autorin und Journalistin an der Fertigstellung des Films. Doch als sie von unserer Kamapgne gegen die Kohle in Deutschland erfuhr, hat sie uns exklusiv erste Ausschnitte aus diesem Film zur Verfügung gestellt.

Naomi Klein ist weltbekannt für ihr Engagement gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie („No Logo“), neoliberale Politik („Die Schock-Doktrin“) und auch das EU-Kanada-Handelsabkommen CETA. In ihrem neuen Buch „This changes everything“ stellt sie fest: Um den Klimawandel zu bekämpfen, müssen wir jetzt dafür Sorgen, dass Kohle, Öl und Gas im Boden bleiben. Sie sagt:

Wir brauchen auch Regierungen, die den Mumm haben, den Unternehmen der fossilen Energiewirtschaft ein deutliches Nein zu sagen. Und genau das ist in Deutschland nicht passiert. Immer noch ist die Kohle König, besonders die Braunkohle, die schmutzigste aller fossilen Energieträger.”