Video

Lernerfahrung

Advertisements

Von einer Angstkultur zu mehr Vertrauen

Die Arbeitswelt wandelt sich an vielen Stellen. Mitarbeiter, Vorgesetzte, Geschäftsmodelle oder die Unternehmensphilosophie müssen sich anpassen. Mit einer Gesprächsreihe wollen wir die zahlreichen Facetten dieser Entwicklung begleiten. Heute: die Schwierigkeit, Betriebskulturen zu verändern.

Von welchen alten Vorstellungen werden wir uns im Bereich der Wirtschaft über kurz oder lang verabschieden müssen?

Im vorigen Jahrhundert hingen wirtschaftliche Erfolge wesentlich davon ab, wie gut die Mitarbeiter funktioniert haben, im Grunde so wie die Maschinen, die sie bedienten. In diesen rein maschinellen Tätigkeiten wurde der Mensch ersetzt – durch Maschinen. Heute kommt es auf wesentlich komplexere Fähigkeiten an: mitdenken, vorausschauen, Verantwortung übernehmen, teamfähig sein, aber auch ein wenig Frust auszuhalten und freundlich zu sein. Das alles können Sie aber nicht nach dem alten Schema abrufen, also mit Strafe oder Belohnung. Das bekommen Sie nur von den Mitarbeitern geschenkt, wenn es denen im Unternehmen gutgeht.

Wie gehen Menschen mit den wachsenden Anforderungen in der Arbeitswelt um?

Die Mitarbeiter können gar nicht anders, als auf diesen Druck wieder mit dem Rückfall in die alten Muster zu reagieren. Die erledigen ihre Aufgaben wieder wie ein Maschinist. Mit dem Ergebnis, dass sich in der Firma nichts weiterentwickelt, weil die Mitarbeiter nicht mitdenken, sich nicht einbringen und im Grunde nur versuchen durchzukommen. Die Führungskräfte sind auch in einer ziemlich schwierigen Situation. Viele wissen, dass sie es anders machen müssten, aber die meisten stehen ja selbst unter Druck und wenn sie die Quartalsleistungen nicht bringen, droht ihnen auch Bestrafung. Also reagieren auch sie weiter mit Peitsche und Zuckerbrot und versuchen das, was man anders nicht herstellen kann, durch noch mehr Druck herzustellen. Das ist ein Teufelskreis, der zu keinen kreativen Lösungen führt.

Produziert der zunehmende Druck immer mehr Verlierer?

Ja, es herrscht immer mehr Druck. Aber für die Trümmerfrauen, die nach dem Krieg unsere Städte aufgebaut haben, war der möglicherweise noch größer. Daher muss man auf der einen Seite den Druck anschauen. Aber auf der anderen auch das Fundament, auf dem der Mensch steht: das heißt Vertrauen. Erstens: Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Das schwindet dahin, wenn man ständig merkt, dass man mit seinen eigenen Fähigkeiten nicht hinterher kommt. Zweitens: Vertrauen, dass einem jemand beisteht, wenn man nicht mehr weiterkommt. Auch diese Ressource ist zunehmend weggebrochen, da der Wettbewerb sehr stark zugenommen hat. Drittens: Vertrauen, dass es wieder gut wird. Die ist uns besonders im industriellen Westen abhanden gekommen. Wenn die verschwindet, ist man den Willfährigkeiten der Welt völlig ausgeliefert.

Woher kommt das?

Ich denke, es gibt im Kern nur ein Problem, auf das unsere vielen Probleme zurückzuführen sind. Wir sind die einzige Spezies, die ein anderes Lebewesen zu einem Objekt unserer Interessen und Handlungen machen kann. In dem Augenblick können sie einander nicht mehr als Subjekte begegnen und dann findet eigentlich keine Entwicklung mehr zwischen beiden statt. Jeder hat gelernt, seine jeweilige Objektrolle zu spielen: als Lehrer oder Schüler, als Führungskraft oder Mitarbeiter.

Sehen Sie Möglichkeiten gegenzusteuern?

Von oben her nein. Das wird nur gehen, indem Menschen in kleinen Gemeinschaften wieder anfangen zu entdecken, wie es ist und was passiert, wenn man einander wirklich begegnet – wie etwa in Vereinen oder einzelnen Teams. Das verlangt auch nach einer neuen Form der Wissenschaft, nämlich eine, die sich nicht nur darauf konzentriert, einen psychisch Kranken wieder gesund zu machen, sondern sich mit den Ursachen befasst. Wir rennen noch den Krankheiten hinterher und unser Gesundheitssystem wird teurer, weil es immer mehr werden. Aber die viel entscheidendere Frage, wie wir unser Zusammenleben gestalten müssten – zu Hause, in den Bildungseinrichtungen, auf der Arbeit -, die stellen wir nicht.

Welche Aufgaben kommen verstärkt auf Führungskräfte zu?

Bedingungen zu schaffen, unter denen sich die Mitarbeiter gebraucht fühlen und sich einbringen können. Sie müssten eingeladen, ermutigt und inspiriert werden. Aber das kennen wir so nicht und daran müssen wir uns erst gewöhnen. Und die Bildungssysteme hinken immer 20 Jahre hinterher und bilden in der Tendenz immer noch junge Leute aus, die tun sollen, was ihnen gesagt wird und in allen Fächern möglichst gute Zensuren bekommen.

Wie kann man die Idee eines Kulturwandels auf ein Unternehmen anwenden?

Die großen Firmen haben alle erkannt, dass es so nicht weitergeht und unterschiedliche Strategien entwickelt. Die Deutsche Bahn zum Beispiel hat das Ziel, bis 2020 der begehrteste Arbeitgeber zu sein. Die wollen eine Betriebskultur entwickeln, die attraktiv ist, weil man dazugehört. Das sind ganz andere Ansätze als früher. Da ist im Augenblick viel im Fluss, um von einer Angstkultur zu einer Vertrauenskultur zu kommen. Auf den Punkt gebracht: Ein besserer Umgang miteinander wäre sehr gesund.

Wenn ein Chef etwas ändern will, was kann er tun?

Er sollte sich in der eigenen Firma Verbündete suchen und nicht bei einer Firma wie McKinsey. Nachhaltige Veränderungsprozesse können Sie nur aus der Firma selbst heraus gestalten.

Haben Sie Beispiele dafür?

Da können wir zwei Drogeristen vergleichen, Schlecker und DM. Schlecker hat das Prinzip verfolgt, Effizienzsteigerung durch erhöhte Kontrolle zu erreichen. Die sind an dieser Strategie zugrunde gegangen. DM hat sich dazu entschlossen, den Mitarbeitern vor Ort so viele Freiräume wie möglich zu geben. Damit entsteht das Gefühl von Verantwortung, von eigenen Gestaltungsmöglichkeiten und damit bekommen Sie plötzlich Mitarbeiter, die gerne in die Firma kommen und die sind dann auch noch freundlich.

Ist das grundsätzlich übertragbar?

Prinzipiell sicher, nur wäre die Voraussetzung dafür, die alten hierarchischen Strukturen aufzuweichen. Wendet man das auf die Universität an, dann hieße das, in der Lehre viel mehr Gestaltungsräume zu schaffen. In der Praxis werden die jedoch meist immer stärker beschnitten. Das berührt das Selbstverständnis einer Führungskraft. Wenn Sie es schaffen, dass die Mitarbeiter ihre Fähigkeiten entfalten können und ihre Angelegenheiten selbst regeln, dann sind Sie als Führungskraft im alten Selbstverständnis nicht mehr nötig. Statt die Mitarbeiter anzutreiben, richten Sie ihr Ziel auf das weitsichtige Erreichen der Unternehmensziele.

Sie haben zu dem Thema die Initiative Kulturwandel in Unternehmen ins Leben gerufen…

Dort zeigen wir Unternehmen, in denen ein solcher Kulturwandel gelungen ist. Das Ergebnis ist zwar dasselbe, aber die Wege in diese andere Art der Beziehungskultur sind ganz unterschiedlich. Schwierig ist es in großen Dax-Unternehmen, wo die Führungskräfte keine Führungskräfte sind, sondern Erfüllungsgehilfen von Shareholdern. Die müssen ihre Zahlen abliefern. Inhabergeführte mittelständische Betriebe können sich aber durchaus auf so einen Prozess einlassen. Der Umstand, dass wir vor allem im Mittelstand solche Unternehmen gefunden haben, zeigt, dass dort die Zukunft liegt.

Was ist ihre eigene Motivation?

Ich arbeite in der psychiatrischen Klinik und viele Patienten leiden dort an Problemen, die durch ungünstige Erfahrungen im Elternhaus, in der Schule oder im Beruf herrühren. Die Tatsache, dass die Weltgesundheitsorganisation für die hochentwickelten Industriestaaten eine Zunahme von angstbedingten Störungen vorhersagt, macht eines deutlich: Es muss uns ein tiefes Anliegen sein, die Entstehung dieser Krankheiten in den Ursachen zu verstehen und zu vermeiden. Ich nenne das neurobiologische Präventionsforschung.

Gerald Hüther, Jahrgang 1951, arbeitet in der Neurobiologischen Präventionsforschung der Universitätsmedizin Göttingen. Zuletzt ist bei Vandenhoeck & Ruprecht sein Buch „Etwas mehr Hirn, bitte“ erschienen.

Quelle: http://www.goettinger-tageblatt.de

3 Wege um positiv zu bleiben wenn andere Menschen dich runterziehen

Wenn wir in solch einer schnelllebigen Welt leben, neigen wir dazu, hier und da einigen Pessimisten zu begegnen. Wenn wir auf der Strasse einer negativen Person begegnen, haben wir das Privileg, sie hinter uns zu lassen, zusammen mit der dunklen Wolke, die über ihrem Kopf schwebt. Leider ist der Pessimist, der dich runterzieht, nicht immer eine Zufallsperson in der Öffentlichkeit; manchmal kann es auch der beste Freund oder jemand von der Familie sein. Es kann schwierig sein, eine gesunde Beziehung mit dieser Art von Menschen zu führen, und wenn eine positive Beziehung das ist, was du möchtest, musst du sicherstellen, dass ihre Energie dich nicht zu sehr beeinflusst. Denke an diese 3 Tipps um deine Positivität zu behalten um negative, runterziehende Menschen herum.

1. Geh weg und verbringe etwas Zeit (alleine):

Manchmal kann alleine sein, die beste Medizin sein um von negativer Energie in eine positive Stimmung zu wechseln. Tu etwas, das du liebst, verfolge ein Hobby und habe keine Angst, mit dir alleine zu sein. Wenn du andere Menschen liebst, dann tust du Dinge für sie, richtig? Wenn du dich selbst liebst, sollte es nicht anders sein. Geniesse eine entspannte Tätigkeit während deiner Zeit allein; nimm ein langes heisses Bad, lies ein Buch, mache ein Nickerchen oder mach etwas Sport.

2. Nimm die negative Haltung von jemandem nicht persönlich:

In den meisten Fällen, realisieren es Pessimisten nicht einmal, dass sie pessimistisch sind. Es gibt Zeiten in denen es schwierig ist, stark zu bleiben durch Negativität, vor allem dann, wennes zu jemandem kommt, mit dem du eine enge Beziehung hast. Dann ist es wichtig zu erinnern, dass Negativität intern und nicht extern ist. Sei wie ein Fels in der Brandung und lass die nagativen Kommentare verschwinden, sobald sie freigegeben werden. Es ist nicht deine Last zu tragen.

3. Lass das Urteil:

Manchmal kann es frustirierend sein, aber denke daran, deinen Geist offen zu halten, wenn du es mit Pessimisten zu tun hast. Lass das Urteil und versuche zu verstehen, dass da Dinge sein könnten, von denen du nichts weisst und denk daran, dass wir alle auf unserer einzigartigen Reise sind. Wir sollten die Möglichkeit haben, es hinzunehmen mit Respekt und ohne Urteil.

Diesen Schritten zu folgen und sie zu üben, wird dir helfen mit deiner Beziehung zu deinem eingenen perönlichen Pessimist und wird dir sogar helfen, dich besser zu fühlen. Denke immer daran, schaue immer auf die helle Seite, und lass dein  Lächeln immer das strahlende Licht in einer finsteren Welt sein.

Autor: Eliane Matter

Quelle: http://www.erhoehtesbewusstsein.de

Der Weg hin zu einer friedlichen Welt entfaltet sich nun beschleunigt vor euch

Diese Zeiten sind von großer Bedeutung und voller großartiger Gelegenheiten, in dem die Erde umgebenden Äther euren Abdruck zu hinterlassen, der eure Intention ausdrückt, in der Welt eurer Träume zu leben, für euch selbst, eure Lieben und der ganzen Menschheit. Jene von euch, die die Energie der Liebe, des Lichts, der Heilung und des Friedens gebrauchen, können diese positiven Energien durch ihre starken Intentionen deutlich verstärken. Nehmt euch einen Moment um zu bekunden, dass sich all die erhebenden und freudvollen Energien der Liebe dieser Zeit tausendfach verstärkt werden mögen und auf dem Planeten gehalten und gepflegt werden mögen. Lasst einen jeden Augenblick der Freude, den ihr erlebt der Erhebung aller auf eurem Planeten gewidmet sein. Möge alles was lebt und atmet, alles Lebendige auf dieser wundervollen Erde über alle Maßen mit allem Guten gesegnet sein!

Wenn ihr all diese Räume in euch, die durch die Läuterungen frei werden, von eurer Göttlichen Essenz ausfüllen lasst, werdet ihr zu noch heller strahlenden Lichtern in der Welt. Eure Präsenz der Ruhe und des Friedens hat auf jeden und alles in eurem Einflussbereich eine Wirkung. Euer Lächeln kann im Leben eines Menschen heute den entscheidenden Unterschied ausmachen. Und wenn euer verstärktes Licht in die Welt hinaus strahlt, dann verbindet es sich mit dem Licht der anderen in dem kristallenen Netzwerk und initiiert eine immer weiter um sich greifende Kettenreaktion. Jedes reine und liebende Herz fügt dem größeren Ganzen, der kollektiven Energie des Bewusstseins der Menschheit, mehr Licht hinzu. Dies ist der Weg, wie es zu positiven Veränderungen auf eurem Planeten kommt. Und wenn die Menschen damit beginnen, ein feineres und erhabeneres Sein zu leben, dann entscheiden sie sich dazu, nie mehr zu der Welt des Leidens und der Schmerzen zurück zu gehen und die neuen Energien mit ihren liebevollen Intentionen zu nähren. Ihre Wahl ist ein Leben im Gleichgewicht zu führen, denn sie wissen, wie wichtig das für das Wohl aller ist.

Ein jeder hat die Fähigkeit, das in seinem Leben zu erschaffen, was er sich wahrlich wünscht. Jeder ist der Schöpfer seiner eigenen Realität. Jeder muss seine persönliche Verantwortung für das übernehmen, was er in die Welt setzt. All das was man konzentriert und mit Kraft aussendet, wird einem von der Welt zurück gespiegelt. Diese Erkenntnis wird jedem Menschen immer klarer werden. Wir betonen das so sehr, um damit euer Wachbewusstsein zu durchdringen. Es ist eine Bewusstheit, die von der anfänglichen Herausforderung eure Gedanken, Worte und Handlungen zu transformieren, bestimmt wird. Doch wenn ihr euch geduldig darin übt, dann werdet ihr entdecken, dass es mit den zunehmenden und beständigen Glückserfahrungen in eurem Alltag viel einfacher wird. Und wenn ihr dadurch diese höheren Schwingungen ausstrahlt, dann wirkt das für die anderen wie ein Katalysator, um sich mit ihrer eigenen göttlichen Essenz wieder zu verbinden.

So sich ein jeder dazu entscheidet, die wahre Integrität seines Selbst zu leben – sein freudvolles und erleuchtetes Selbst – dann werden sich viele der heutigen Probleme der Welt friedlich lösen lassen. Die Art und Weise, wie die Bewohner einer Welt miteinander umgehen, wird das Wissen, dass alle lebenden Wesen auf dem Planeten der selben Quelle entsprungen sind, wieder spiegeln und verkörpern. Wenn sich dieses Bewusstsein immer mehr entfaltet, wird es immer schwieriger werden, diese Erkenntnis zu verdrängen. Brüderlich-/Schwesterlichkeit wird im Bewusstsein aller gefühlt werden und der Wunsch, ein guter und integerer Mensch zu sein, wird in jedem Herzen verwurzelt sein. Und wenn jeder den lebendigen Beweis dieses Bewusstseins in dem Umgang zwischen den Bewohnern des Planeten erkennen kann, so wird diese neue Umgangsform als die natürliche und übliche Seinsart akzeptiert werden.

Der Weg hin zu einer friedlichen Welt entfaltet sich nun beschleunigt vor euch. Je mehr Menschen sich mit ihrem inneren, dem Herzen und weniger dem Verstand entspringendem Wissen verbinden, umso mehr lösen sie sich aus dem Zustand der beständigen Angst und der Illusionen, in dem ihr menschliches Ego sie gefangen hielt und sie können die Welt als einen sicheren und glücklichen Ort für alle sehen. Die Qualität des Lebens tritt jetzt neu in den Mittelpunkt und das Streben der Mehrheit der Menschen und diese Gedanken heben für jeden seinen Anspruch an das Leben.

Bis nächste Woche….

ICH BIN Hilarion

Quelle: http://www.torindiegalaxien.de

Chefpositionen sind Magneten für Psychopathen

Ein spezieller Menschenschlag sind sie, die CEOs von Konzernen. So speziell, dass es in den Chefetagen viermal so viele Psychopathen gibt wie im Rest der Bevölkerung. Denn diese sieben Marotten von ihnen sind gefragt, wenn es um Erfolg geht.

Psychopath – dieses Wort verbindet der Laie mit manischen Mördern, Verrückten in Zwangsjacken und skrupellosen Schurken. Doch auch der Nadelstreifen-Anzug ist ein beliebtes Kleidungsstück des Psychopathen, denn ihr Anteil unter Unternehmern und CEOs ist viermal so hoch wie im Rest der Bevölkerung.

Diesen Wert hat der US-Journalist Jon Ronson für sein Buch Der Psychopathen-Test ermittelt. Sie können aber ruhig bleiben: Viermal so hoch bedeutet, dass nur vier Prozent der CEOs tatsächlich Psychopathen sind.

Gleichwohl gehören zum Krankheitsbild des Psychopathen aber Eigenschaften, die auch erfolgreiche Unternehmer ausmachen – und die sind für den empathischen Leser nicht gerade positiv.

1. Mangel an Empathie

Psychopathen sind nicht in der Lage, sich in die Lage anderer hinein zu versetzen. Sie verstehen nicht, warum andere fröhlich, traurig oder nachdenklich sind und sie können nicht abschätzen, in welche emotionale Lage sie andere durch ihre Handlungen bringen.

Eine Studie der Universitäten Amsterdam und Berkeley aus dem Jahr 2008 zeigt, dass reiche Menschen öfter empathielos sind als arme Menschen. In dem Experiment wurden zwei Fremde gebeten, sich gegenseitig schwierige Momente ihres Lebens zu erzählen – etwa den Tod eines Verwandten. Reichere Menschen zeigten dabei weniger Mitgefühl – sowohl wenn sie von ihren eigenen Schicksalsschlägen berichteten als auch beim Zuhören.

Die Forscher führen das auf einen Effekt zurück, der besagt, dass Menschen soziale Anteilnahme eher zeigen, wenn der Gegenüber einen gewissen Wert für jemanden hat – und ein armer Mensch hat für einen Reichen eben diesen nicht.

2. Selbstüberschätzung

Erfolgreiche Menschen sind ebenso wie Psychopathen sehr von sich und ihren eigenen Fähigkeiten überzeugt. So sehr, dass es an gewaltige Selbstüberschätzung grenzt.

Das bewies Nobelpreisträger und Psychologe Daniel Kahneman: Er studierte die Entscheidungen von 25 führenden Vermögensverwaltern über acht Jahre und stellte fest, dass ihr Erfolg mehr auf Glück, denn auf Können beruhte. „Die Entscheidungen hätte man auch auswürfeln können“, sagt Kahneman. Er konfrontierte die Verwalter mit seinen Ergebnissen – und stieß auf taube Ohren. „Die Illusion, dass es ihre eigenen Fähigkeiten waren, hatten sie so sehr verinnerlicht, dass sie das Gegenteil einfach nicht glauben konnten.“

3. Oberflächlicher Charm

Eine Studie aus der Psychologen-Fachzeitschrift Psychology, Crime and Law testete 39 Manager und Geschäftsführer und verglich ihre Testergebnisse mit denen von verurteilten Verbrechern. Hier die Punkte, in denen beide Gruppen hohe Werte erzielten:

  • Schmeicheln
  • Manipulation anderer Personen
  • Beharren auf Ansprüche
  • Bereitschaft, andere auszunutzen
  • Skrupellosigkeit

4. Mangel an Gewissen

Es klang im Punkt zuvor schon an: Psychpathen sind gewissenlos. Zeigen ihre Entscheidungen negative Konsequenzen, ist ihre Reaktion, andere dafür zu beschuldigen. Das macht ihnen sogar Spaß.

Nun wollen wir Geschäftsleuten nicht unterstellen, dass sie Spaß daran haben, andere für ihre Fehler bluten zu lassen. Auf dem Weg zum Erfolg ist das aber eine nützliche Eigenschaft. Denn wenn jemand andere erfolgreich zum Sündenbock machen kann, steht er selber bestens da – und klettert die Karriereleiter schneller nach oben.

Ronson erzählt dafür in seinem Buch von Al Dunlap, früherer CEO des Elektrogeräteherstellers Sunbeam. Der hat bis heute den Spitznamen „Kettensägen-Al“, er ist in einer Liste der zehn schlimmsten Chefs aller Zeiten vertreten und erhielt 2002 von der Börsenaufsicht der USA ein lebenslanges Berufsverbot. Aber: Je schlimmer Dunlap mit seinen Untergebenen umsprang, desto höher stieg der Aktienkurs von Sunbeam. Erfolg braucht also kein Gewissen.

5. Egoismus

Sie lesen doch sicher auch gerne, wenn Bill Gates und Mark Zuckerberg für den Kampf gegen Ebola spenden? Oder wenn Bono Geld für die dritte Welt sammelt. Doch lassen Sie sich nicht täuschen: Zwar spenden diese Promis riesige Summen – aber im Verhältnis zu ihrem Reichtum sind sie verdammt egoistisch.

Das hat eine Studie von Paul Riff an der Universität Berkeley ergeben. Er stellte fest, dass die Bereitschaft für soziales Engagement mit wachsendem Bankkonto abnimmt. Reiche Menschen sind egoistischer als arme – oder in Zahlen: Menschen aus der Unterschicht gaben im Schnitt an, 5,6 Prozent ihres Einkommens für wohltätige Zwecke zu spenden sei ein fairer Wert. Für Menschen aus der Oberschicht waren es nur 2,1 Prozent.

6. Unethisches Verhalten

Sagen wir es ganz direkt: Unter reichen und erfolgreichen Menschen gibt es mehr Arschlöcher als am Bodensatz der Gesellschaft. Das hat die US-amerikanische „National Academy of Sciences“ in mehreren Studien ermittlelt. Sie führen das auf gierigere Verhaltensweisen erfolgreicherer Menschen zurück, was diese dann wieder mit Psychopathen gemein haben.

Konkret stellten die Studien fest, dass reiche Menschen eher als arme Menschen…

  • … Gesetze beim Autofahren verletzen
  • … unethisches Verhalten zeigen
  • … anderen persönlich wichtige Dinge wegnehmen
  • … bei Verhandlungen lügen
  • … betrügen, um ihre Siegchancen zu erhöhen
  • … unethisches Verhalten am Arbeitsplatz gutheißen

7. Anfälligkeit für Langeweile

Bei all diesen Dingen, um die sich Psychopathen nicht kümmern, ist es nur logisch, dass ihnen eher langweilig wird als dem Rest der Menschheit. Umgekehrt gehört es aber auch zu ihren Eigenschaften, dass sie lieber auf der Überholspur leben, Kicks und Thrills suchen. So beschreibt es jedenfalls die Fachzeitschrift Psychology Today. Deswegen begehen viele Psychopathen Verbrechen auch nur des Kicks wegen.

Ronson sieht darin eine Gemeinsamkeit mit erfolgreichen CEOs, besonders mit jenen, die alle paar Jahre den Konzern wechseln. „Psychopathen wären brilliante Bosse“, urteilt er, „aber nur für einen kurzen Zeitraum. Sie erledigen die Aufgabe und ziehen dann weiter zur nächsten Herausforderung.“

Autor: Christoph Sackmann

Quelle: de.sott.net