dm Drogerien setzen Zeichen – wir sagen DANKE

„dm“ sagt dem Plastikmüll den Kampf an! In den Eingängen vieler Filialen der Drogeriekette hängen seit neuestem Schilder, die darauf hinweisen, dass es ab sofort keine kleinen kostenlosen Plastiktüten mehr gibt.

Die Drogerie-Kette setzt damit ein Zeichen für den Umweltschutz. Die Reaktionen der Kunden sind überwiegend positiv. Wer dennoch Interesse an umweltfreundlichen Alternativen hat, soll sich ans Personal wenden. Den Leitern der Filialen ist es freigestellt, ob sie Gratis-Plastiktüten anbieten oder nicht.

Bei der Konkurrenz „Rossmann“ werden weiterhin Gratis-Plastiktüten angeboten und das soll nach Angaben des Unternehmens auch so bleiben.

Beim Handel sind Plastiktüten, die mit dem eigenen Logo bedruckt werden, als Werbemittel sehr beliebt, wie Thomas Fischer von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) beklagt: „Plastiktüten sind in der Anschaffung billig, und man erreicht damit auf der Straße mehr Verbraucher als mit einem Werbefilm.“

Verbrauch von Plastiktüten in unterschiedlichen EU-Ländern.

Verbrauch von Plastiktüten in unterschiedlichen EU-Ländern.
Foto: dpa-infografik

Europa will Zahl der Plastikbeutel senken

Die EU-Kommission will den Plastiktüten-Verbrauch der EU-Bürger von momentan ca. 200 Tüten pro Jahr bis 2019 auf 45 senken. Die Staaten sollen Abgaben auf Plastiktüten erheben und Verbote aussprechen dürfen. Das muss das EU-Parlament jedoch noch absegnen.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) plant keine Abgabe oder gar Verbote. Dafür spreche „derzeit nichts“, sagt die Sprecherin der Ministerin. In Irland wurde durch eine neue Abgabe der Verbrauch von Plastiktüren von 328 auf 18 je Bürger pro Jahr gesenkt.

(dpa/pz)

 

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