Ostersamstag: Totale Mondfinsternis

Nach der totalen Sonnenfinsternis am Tage des Frühlingsbeginns folgt nun eine totale Mondfinsternis am Frühlingsvollmond (dem ursprünglichen Osterfest) am Ostersamstag 4.April.
Der Kernschatten wird sich allerdings im pazifischen Raum befinden. Bei uns wird die Mondfinsternis also nicht beobachtbar sein. Dennoch ist die mythologisch-symbolische Qualität des Ereignisses einer Mondfinsternis ausgerechnet am Frühlingsvollmond ein herausragendes Ereignis.
Eine Mondfinsternis tritt ein, wenn der Vollmond auf dem sogenannten Mondkonten steht und dadurch die Erde genau zwischen Sonne und Mond tritt und mit ihrem Schatten den Mond verdunkelt. Anders als bei einer Sonnenfinsternis die Sonne bleibt der Mond dabei sichtbar, verfärbt sich aber ins Rotspektrum. Grund dafür ist der langwellige rote Anteil am Sonnenlicht, der durch die Atmosphäre der Erde in den Bereich des Kernschattens hineingebrochen wird und den Mond beleuchtet, während das kurzwellige blaue Licht stark zerstreut oder absorbiert wird.
Der Eintritt des Halbschattens wird bei uns zur Mittagszeit um 12:00 Uhr erfolgen und gegen 14:00 Uhr seinen Höhepunkt haben.
Mythologie:
Am 3. April 33 n.Chr. war in Jerusalem eine partielle Mondfinsternis bei Mondaufgang zu beobachten. Aufgrund eines vagen Hinweises auf eine Mondfinsternis in der Apostelgeschichte wird vermutet, dass Jesus an diesem 03.04.33 gekreuzigt wurde. Für diese These spricht zumindest, dass das Passa-Fest tatsächlich an jenem Wochenende stattgefunden hat.
Für die Germanen und Wikinger verschlang bei einer Mondfinsternis der Wolf „Hati“ (Hass) den Mond. In China war es ein gewaltiger Drache der den Mond verspeiste und erst wieder freigab, wenn man auf der Erde Lärm machte. Im alten Ägypten gab es verschiedene Vorstellungen. Zum einen, dass Seth das Auge des Horus stehlen würde, zum anderen dass Isfet (die totale Finsterniss) versuchen würde, den Himmel auf die Erde stürzen zu lassen. Die Amazonas-Indianer sahen in der roten Verfärbung des Mondes eine Verwundung des Mondes durch einen Pfeil.
In der Astrologie wird eine Mondfinsternis sehr vielschichtig gedeutet, dabei steht meist der transformative Charakter der Wirkung mit positiven und negativen Aspekten eines solchen Ereignisses im Zentrum der Deutung. Dabei ringen die männliche Kraft der Sonne und die weibliche Kraft des Mondes miteinander. Die Erde steht zwischen diesen beiden Kräften und wird damit in „eine Entscheidung gezwungen“. Kosmologisch-symbolisch gesehen ist die Mondfinsternis ein Aufruf der Entscheidung für die Menschen….
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